Präventionskonzept für Herz und Gefäße

am 04. Oktober 2011.

iglIn Kooperation mit dem Privatinstitut für Ganzheitliche Labordiagnostik (IGL)

Komplexe Erkrankungen erfordern vielschichtige Behandlungskonzepte. Dies gilt besonders für die periphere Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).

Sie trägt zur steigenden Zahl von mehr als 60.000 Amputationen[1] pro Jahr bei, die bei rechtzeitiger Erkennung und entsprechender Therapie eine große Chance auf Vermeidung hätten. Sie schränkt die Mobilität und die Lebensqualität Betroffener ein und ist darüber hinaus an chronischen Wundheilungsstörungen beteiligt.

Basis der pAVK sind fast immer arteriosklerotische Gefäßschäden, die ihrerseits Auslöser von schwerwiegenden chronischen und akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall). Aus diesem Grund ist die pAVK nachweislich auch eine Indikatorerkrankung, aus der sich das individuelle Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Ereignisse ableiten lässt[2].

Die enorme Zahl an kardiovaskulären Erkrankungen in unserer Gesellschaft[3], die damit verbundenen Einzel-Schicksale und die enormen Folgekosten für das Gesundheitswesen[4] machen ein Umdenken bei Medizinern und Patienten hin zur kompetenten und erfolgreichen Herz-Kreislauf-Prävention dringend notwendig.

Ein konkretes und leicht zu etablierendes Konzept der Primär- und Sekundär-Prävention für Ihre Praxis stellen wir Ihnen hier in Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner IGL (Privatinstitut für Ganzheitliche Labordiagnostik) vor. Wir haben dabei unsere jeweiligen langjährigen Erfahrungen auf dem Gebiet genutzt, um verschiedene Aspekte der Gefäß-Diagnostik miteinander sinnvoll zu verbinden.

Diagnostik

Der Krankheitsprozess der Arteriosklerose beginnt bereits in frühen Lebensjahren als natürliche Gefäßalterung. Risikofaktoren tragen jedoch dazu bei, die Gefäßschädigungen zu beschleunigen und zu verstärken.
Wichtig sind also zunächst die rechtzeitige Erfassung des aktuellen Gefäßzustandes und die Abschätzung des individuellen Risikos für spätere Gefäßschäden und deren Folgen.

Drei Säulen der Diagnostik haben sich hierfür als erfolgreiche Kombination erwiesen:

  • Apparative Bestimmung der Messgrößen Knöchel-Arm-Index und Pulswellengeschwindigkeit zur Erfassung des aktuellen Gefäßzustandes
  • Laborprofile zur Darstellung von relevanten Risikoparametern und Indikatoren für bereits eingetretene Gefäßschäden
  • Bestimmung des individuellen Herz-Kreislauf-Risikos nach wissenschaftlich erarbeiteten Punkte-Scores
vascassist igl score

Arteriosklerose-Diagnostik mit dem VASCASSIST

www.VASCASSIST.de

Mit unserem vollautomatischen Messgerät VASCASSIST können über vier Blutdruckmanschetten die Parameter Knöchel-Arm-Index und Pulswellengeschwindigkeit - und damit der Gefäßstatus - innerhalb weniger Minuten zuverlässig und einfach bestimmt werden. Ohne Verbrauchsmaterial, voll delegierbar und mit einem Messprotokoll, das nicht nur Sie, sondern auch Ihr Patient sofort leicht versteht. Lesen Sie hier mehr zum VASCASSIST.

Hintergrundinformationen zu Knöchel-Arm-Index und Pulswellengeschwindigkeit haben wir im Bereich Verweise für Sie zusammengestellt.


Laborprofile des Privatinstituts für Ganzheitliche Labordiagnostik (IGL)

www.igl-labor.de

labor

Unser Ziel ist es, durch die Wahl geeigneter Laborparameter arteriosklerotische Gefäßschäden so einfach und umfassend wie möglich erkennen oder vorhersagen zu können. Dabei greifen wir auf unsere langjährige Erfahrung als Labor-Partner für Hämatologie, Immunologie, Serologie sowie Therapie, Naturheilkunde und Präventivmedizin zurück.
In Verbindung mit dem VASCASSIST haben wir spezielle Laborprofile erarbeitet, die eine optimale Aussage zum Gefäßstatus des Patienten erlauben und die Aussagekraft der Messergebnisse des VASCASSIST weiter erhöhen. Darüber hinaus erlauben bestimmte Laborprofile auch die Vorhersage bzw. die Risikoabschätzung einer Gefäßschädigung. Unsere Ergebnisprotokolle sind dabei so aufbereitet, dass sie schnell und einfach drohende oder vorhandene Gefäßschäden aufzeigen, aber auch Zusammenhänge und Hintergründe erläutern.
Darüber hinaus geben diese Befunde jeweils kurze Hinweise zur schulmedizinischen und alternativmedizinischen Therapie.
Unsere einfachen Abrechnungsmodalitäten für den Therapeuten erlauben betriebswirtschaftlich interessante Praxisangebote im Sinne eines praktischen Gefäß-Checks.

Eine Übersicht über die angebotenen Laborprofile finden Sie hier.
Eine Beispielbefundung können Sie hier einsehen. In der Regel liegt der Befundbericht schon am auf die Blutentnahme folgenden Werktag vor.


Punkte-Scores

www.kardiovaskuläres-risiko.de

Bei der Wahl eines geeigneten Scoring-Systems greifen Sie auf zahlreiche Publikationen und Online-Programme zurück, die Ihnen kostenfrei zur Verfügung stehen. Wir haben einige für Sie als Verweise zusammengetragen. Hier fließen auch zuvor gewonnene IGL-Laborergebnisse ein und lassen so weitere Rückschlüsse auf das individuelle Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu.


Diese drei Säulen der Gefäßdiagnostik zusammen eignen sich für schnelle und aussagekräftige Screening-Untersuchungen.

Therapie

Die hohe Zahl an Herz-Kreislauf-Erkrankungen in unserer Gesellschaft spiegelt sich im Ergebnis derartiger Untersuchungen wieder. Im Rahmen eines umfassenden Behandlungskonzeptes können Sie nun den betroffenen Risikopatienten Therapieangebote Ihrer Praxis unterbreiten.

Bei der Wahl der Therapieform werden Sie bereits durch das IGL-Befundprotokoll unterstützt, das Ihnen auf Basis der Laborergebnisse stufentherapeutische Maßnahmen vorschlägt.

Als erfolgreich haben sich beispielsweise auch diese Therapiemethoden erwiesen:

  • Unterstützung des Patienten bei der Änderung des Lebensstils durch geeignete Praxisangebote, wie
    Raucherentwöhnung, Ernährungsberatung, Gewichtsreduktion, Bewegungsprogramme, Gefäßsport, Stressreduktion,
  • Medikamentöse Therapie mit Thrombozytenaggregationshemmern, Statinen, Hypertonika, etc.,
  • Oxyvenierung nach Dr. Regelsberger (www.oxyven.de),
  • Mikronährstofftherapie auf Basis der Ergebnisse der IGL-Mikronährstoffanalyse (Orthomolekulare Medizin),
  • ...und viele mehr

Therapiebegleitend und –abschließend empfiehlt sich die Wiederholung der Diagnostik. So kann die Behandlungsqualität bestätigt werden, und Ihre Patienten erhalten eine positive Rückmeldung zu geleisteten Maßnahmen.


Ihre Fragen

Was zeichnet dieses Konzept als besonders aus?

Der Knöchel-Arm-Index ist seit langem als spezifischer Indikator einer pAVK bekannt. Laborparameter für eine Gefäßüberprüfung kennt auch jeder Mediziner. Was ist dann das Besondere an diesem Konzept?

Der Knöchel-Arm-Index (ABI) wurde bisher in der Praxis nicht für Screening-Untersuchungen eingesetzt, weil er sehr umständlich zu ermitteln war (Doppler). Vollautomatisch und standardisiert ermöglicht das nun der VASCASSIST und schafft damit die Voraussetzung für eine schnelle und technisch zuverlässige Diagnostik - und das unmittelbar in der Praxis. Darüber hinaus ermittelt der ABI zusätzlich die Pulswellengeschwindigkeit und zeigt die Pulsdruckkurven grafisch an. Durch diese zusätzlichen Informationen kann zuverlässiger und früher im Krankheitsprozess auf arteriosklerotische Gefäßschäden geschlossen und damit rascher therapiert werden.

Die Befunde aus dem IGL-Labor sind optimal auf die diagnostischen Aussagen des VASCASSIST abgestimmt. Sie unterstützen, ergänzen und erweitern diese hinsichtlich Risikoabschätzung, klinische Relevanz und Therapie. Die Befunde des IGL-Labors sind weitaus differenzierter als herkömmliche Standard-Lipid-Profile und werden fortlaufend an neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen angepasst. Dabei fließen sowohl schulmedizinische, als auch alternativmedizinische Aspekte ein.

Die IGL-Labor-Befundung wird durch erfahrene Experten persönlich validiert und kommentiert. Dadurch erhalten Sie nicht nur die Werte der einzelnen Messgrößen mit zugehörigen Normalbereichen eines automatisierten Laborbetriebs, sondern um eine individuelle Interpretation erweiterte Ergebnisse, die im Kontext Iher übermittelten Anamnese-Information stehen.

Dieses praxisgerechte Stufenkonzept spannt in idealer Weise den Bogen von der Primär-Prävention (Risikoabschätzung) zur Sekundär-Prävention (Erkennung bestehender Gefäßschäden als Vorstufen akuter Herz-Kreislauf-Ereignisse) und eignet sich durch die Vielzahl unterschiedlicher Parameter auch hervorragend zur Therapieüberwachung und -beurteilung.

Ich möchte das Konzept wie beschrieben in meiner Praxis umsetzen. Welche Investitionen kommen auf mich zu?
  • Die Punkte-Scores zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos stehen Ihnen kostenlos zur Verfügung (www.kardiovaskuläres-risiko.de).
  • Das IGL-Labor rechnet erbrachte Laborleistungen direkt mit Ihren Patienten ab. Das erleichtert Ihnen deutlich die Handhabung und Befunderhebung.
  • Bei der Investition in das Gerät VASCASSIST berücksichtigen Sie bitte die Umsätze, die bei dessen Anwendung entstehen. Bei der Abschätzung des betriebswirtschaftlichen Nutzens hilft Ihnen dabei beispielsweise der IGEL-Kalkulator. Die genaue Investitionssumme kann nicht pauschal angegeben werden und richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Sprechen Sie uns für ein individuelles Angebot an und fragen Sie auch nach Konditionen für Miete oder Leasing.
Wie lange dauert es, bis ich das Konzept in meiner Praxis eingeführt habe?
  • Die Bestimmung von Laborprofilen und das Abschätzen des kardiovaskulären Risikos mit Punkte-Scores können Sie unmittelbar einsetzen.
  • Bei der Anwendung des VASCASSIST empfiehlt sich eine kurze Einarbeitungsphase von nur wenigen Tagen.
  • Alle Bestandteile des Konzeptes sind voll delegierbar anwendbar, so dass auch Hilfspersonal damit schnell und einfach arbeiten kann.
  • Insgesamt benötigen Sie also für die Einführung und Durchführung der Aktivitäten des Konzeptes nur sehr wenig Zeit.
Wo und wie fange ich am besten an?

Wir empfehlen beispielsweise folgenden Ablauf:

  • Machen Sie sich mit einem der möglichen Risiko-Scores vertraut, die unter www.kardiovaskuläres-risiko.de beschrieben sind.
  • Lernen Sie die möglichen Laborprofile von IGL kennen, beschäftigen Sie sich mit dem Sinn und Nutzen der einzelnen Profilvarianten
  • Nehmen Sie eine 30-tägige Probestellung des VASCASSIST in Anspruch und arbeiten Sie sich in dessen Handhabung und Interpretation der Messergebnisse ein
  • Bewerben Sie Ihr neues Praxiskonzept der Kardiovaskulären Prävention:
    • Entscheiden Sie sich für einen Namen wie "Gefäß-Check", "Schlaganfall-Prophylaxe", "Herzinfarkt-Vorbeugung", "Raucher-Check", etc.
    • Nutzen Sie Praxisposter und Praxisbroschüren.
    • Nutzen Sie zeitgemäße Werbemedien, wie TV-Wartezimmer.
    • Halten Sie öffentliche Vorträge, beispielsweise in der eigenen Praxis, an Volkshochschulen oder bei regionalen Gesundheitstagen.
    • Bewerben Sie Ihr Angebot in der Tagespresse.
    • Arbeiten Sie dabei auch mit anderen Dienstleistern der Gesundheitsbranche zusammen (Fitness-Center, Sportstudios, Selbsthilfegruppen, etc.).

Auf diese Weise sammeln Sie zunächst ohne großes Risiko Erfahrungen, wie gut das Konzept in Ihrer Praxis angenommen wird. Sie werden feststellen, dass rund 10 bis 15% der gemessenen Probanden Zeichen einer beginnenden bzw. manifesten pAVK/Arteriosklerose zeigen, selbst wenn der Betroffene noch keine Symptome hat.

Bereits mit Gehtraining/Gefäßsport zusammen mit einer kurativen Therapieform wie der Oxyvenierung können Sie dann die positiven Einflüsse auf die diagnostischen Werte beobachten, beispielsweise auf den Knöchel-Arm-Index, die Laborparameter oder das errechnete kardiovaskuläre Gesamtrisiko.

Wo bekomme ich weitere Informationen zu diesem Thema?

Sinnvolle praktische Hinweise und einen guten Einstieg finden Sie zum Beispiel in der Leitlinie Risikoadjustierte Prävention von Herz- und Kreislauferkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

Nehmen Sie auch Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und geben gerne die gesammelten Erfahrungen unserer Anwender weiter!


Quellen:

[1] Diabetes und PAVK: mehr Amputationen

[2] Jeder zehnte Patient mit PAVK stirbt innerhalb von nur drei Jahren

[3] Todesursachen

[4] Lebensqualität und Behandlungskosten bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK)