Häufig gestellte Fragen

Die nachfolgenden Informationen haben wir sorgfältig zusammengestellt. Tatsächlich handelt es sich bei einigen Aussagen um neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder Beobachtungen aus der Praxis, für die noch keine hinreichenden wissenschaftlichen Veröffentlichungen existieren. Wir können deshalb auch keine Garantie für die Richtigkeit aller Informationen geben.

Was ist der Unterschied zwischen Arteriosklerose und Atherosklerose?

Leider werden beide Begriffe im deutschsprachigen Raum sehr undifferenziert verwendet und in manchen Quellen sogar falsch verwendet.

Richtig erscheint die folgende Darstellung: Arteriosklerose (wörtlich: Arterienverhärtung) ist der Oberbegriff für eine Reihe von Arterienerkrankungen, in deren Folge es durch Wandverdickungen zu einer Verfestigung der Arterienwand mit konsekutivem Elastizitätsverlust und Lumeneinengung kommt. Genau genommen umfasst dieser Begriff drei verschiedene Erkrankungsformen:

  • Die Atherosklerose als wichtigste Form, gekennzeichnet durch Lipideinlagerungen und Bildung fibröser Plaques in der Intima. Im deutschen Sprachraum wird eine semantische Trennung der Begriffe "Atherosklerose" und "Arteriosklerose" leider nicht konsequent durchgeführt, so dass sie oftmals synonym verwendet werden.
  • Die Mönckeberg-Mediaverkalkung mit weitaus geringerer klinischer Bedeutung, charakterisiert durch spangenartige Kalkablagerungen in der Media mittlerer Arterien von über 50-jährigen, häufig mit sekundärer Ossifizierung
  • Die Arteriosklerose/-hyalinose als Erkrankung der kleinen Arterien und Arteriolen, die meist mit Hypertonus und Diabetes mellitus assoziiert ist.

Quelle: W. Böcker, Pathologie, Elsevier,Urban & Fischer Verlag, 2008.

Was ist der ABI?

Der Ankle-Brachial Index, auch Knöchel-Arm-Index genannt, ist der Quotient aus den am Unterschenkel und am Oberarm gemessenen systolischen Blutdrücken (RR systolisch Knöchel/RR systolisch Arm). Ein Quotient von 0,9 bis 1,2 gilt als normal. Je kleiner der Quotient wird, desto größer ist das Ausmaß der Durchblutungsstörung. Werte unter 0,5 implizieren meist bereits eine klinische Ischämie mit sehr hoher Nekrose- und Ulkusgefahr. Werte von deutlich über 1,3 weisen auf eine besondere Art der Gefäßverkalkung hin (Mediasklerose).
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Knöchel-Arm-Index

Der ABI wird durch den VascAssist nach folgendem Algorithmus errechnet:
rechter ABI = systolischer Blutdruck des rechten Knöchels / höhere der beiden Arm-Systolen
linker ABI = systolischer Blutdruck des linken Knöchels / höhere der beiden Arm-Systolen

Was ist die PWV?

Die Pulse Wave Velocity (= Pulswellengeschwindigkeit) ist die Geschwindigkeit, mit der die Druckwelle die Arterien eines Organismus durchläuft. Diese Geschwindigkeit ist höher als die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes.

Aufgrund der unterschiedlichen Wandstruktur der Arterien variiert die Pulswellengeschwindigkeit. In der Aorta beträgt sie aufgrund der Elastizität dieses Blutgefäßes 4 bis 6 m/s. In der Peripherie, also z. B. den Extremitäten, steigt sie aufgrund der relativ starren Gefäßwände (Anstieg des Elastizitätsmoduls) und der kleineren Lumina bei gleichzeitiger Zunahme der Wanddicke auf Werte zwischen 8 und 12 m/s an. Durch Umbauvorgänge während des Alterns wird v. a. in elastischen Arterien wie der Aorta elastisches Bindegewebe durch kollagenes Bindegewebe ersetzt, ein Vorgang, der ebenfalls eine erhöhte Pulswellengeschwindigkeit zur Folge hat. Beim Krankheitsbild der Arteriosklerose ist die Pulswellengeschwindigkeit aufgrund der Ablagerung von Substanzen an den Wänden der Blutgefäße und dem damit einhergehenden Elastizitätsverlust ebenfalls erhöht.

Die Messung der Pulswellengeschwindigkeit kann aufgrund der mit pathologischen Werten einhergehenden Veränderungen im Gefäßsystem u. a. Aussagen über die Mortalität bei z. B. Diabetes mellitus oder terminaler Niereninsuffizienz zulassen und zudem allgemeine kardiovaskuläre Risikofaktoren einzuschätzen helfen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pulswellengeschwindigkeit

Wie funktioniert der VASCASSIST?

Siehe Technologie/Funktionsprinzip

Wodurch werden ABI und PWV beeinflusst?

Der ABI wird durch den Druckabfall zwischen Herz und Knöchelarterien beeinflusst. Je höher dieser Druckabfall ist, um so kleiner der ABI. Der Druckabfall resultiert in der Regel aus atherosklerotische Veränderungen, weshalb der ABI ein relativ spezifischer Indikator für Gefäßschäden dieser Art ist.

Aufgrund der unterschiedlichen Wandstruktur der Arterien variiert die Pulswellengeschwindigkeit. In der Aorta beträgt sie aufgrund der Elastizität dieses Blutgefäßes 4 bis 6 m/s. In der Peripherie, also z. B. den Extremitäten, steigt sie aufgrund der relativ starren Gefäßwände (Anstieg des Elastizitätsmoduls) und der kleineren Lumina bei gleichzeitiger Zunahme der Wanddicke auf Werte zwischen 8 und 12 m/s an. Durch Umbauvorgänge während des Alterns wird v. a. in elastischen Arterien wie der Aorta elastisches Bindegewebe durch kollagenes Bindegewebe ersetzt, ein Vorgang, der ebenfalls eine erhöhte Pulswellengeschwindigkeit zur Folge hat. Beim Krankheitsbild der Arteriosklerose ist die Pulswellengeschwindigkeit aufgrund der Ablagerung von Substanzen an den Wänden der Blutgefäße und dem damit einhergehenden Elastizitätsverlust ebenfalls erhöht.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pulswellengeschwindigkeit

Brauche ich spezielle Fähigkeiten, um eine Messung durchzuführen?

Der VascAssist zeichnet sich gerade durch seine einfache und leicht zu erlernende Bedienbarkeit aus. Es werden vier Blutdruckmanschetten angelegt und die Messung durch einen Knopfdruck gestartet. Die bisherige ABI-Bestimmung mit Ultraschallsonde erfordert hingegen ein hohes Maß an Erfahrung und anatomische Kenntnisse. 

Kann ich den VASCASSIST an jeder Person anwenden?

Ausgenommen von Messungen mit dem VASCASSIST sind Kinder. Ansonsten gelten die gleichen Einschränkungen, die auch beim Messen des Blutdrucks gültig sind. Die Algorithmen des VASCASSIST sind speziell darauf abgestimmt, auch bei Arrhythmien wie z.B. Extrasystolen zuverlässsige und reproduzierbare ABI- und baPWV-Werte zu liefern. Dies gilt jedoch nicht für Bewegungs-Artefakte, Spasmen, Tremor und extreme Arrhythmien. Die nachfolgende Liste zeigt allgemein gültige Kontraindikationen für den Gebrauch einer vollautomatischen oszillometrischen Arm- und Knöchelmessung. Es handelt sich hierbei lediglich um eine Auswahl. Die endgültige Entscheidung darüber, ob sich der VASCASSIST für die Anwendung bei einem Patienten eignet, liegt im Ermessensbereich des behandelnden Arztes.

  • Herz-Lungen-Maschine
  • venöser oder arterieller Gefäß-Zugang
  • Kreislaufkomplikationen (z.B. Schock, Tachykardien >240/min)
  • Konvulsionen
  • Paresen, Plegien
  • Lymphödeme
  • Mamma-Amputation mit Entfernung der axillären Lymphknoten
  • Shunt (Bsp. Dialyse)
  • Hautläsionen/Wunden an den Messstellen

Wie werden die Messergebnisse dargestellt?

Am VascAssist selbst werden die Parameter ABI-Wert links/rechts und baPWV links/rechts jeweils direkt nach der Messung numerisch angezeigt. Auch die Blutdruckmesswerte aller vier Extremitäten finden sich übersichtlich auf dem Diaplay des VascAssist.

Mit der optionalen Software VascViewer stehen Ihnen darüber hinaus weitergehende Auswertungen und Ergebnisdarstellungen zur Verfügung: siehe Interpretation der Messergebnisse.

Sind die Messergebnisse reproduzierbar?

Der menschliche Körper zeigt physiologische Schwankungen und auch die Messmethode bzw. Messtechnik selbst hat Toleranzbereiche, die eine exakte Reproduzierbarkeit der Messergebnisse unmöglich machen. Trotzdem werden Sie in Ihrer Messroutine feststellen, dass diese Ungenauigkeiten keine Auswirkungen auf das diagnostische Resultat haben. Eine auswertbare Tendenz der beiden Messgrößen ABI und PWV lassen mit hoher Treffsicherheit Rückschlüsse auf Gefäßschäden zu und machen den VascAssist deshalb zu einem unverzichtbaren Instrument der Flächenuntersuchung und Früherkennung der Atherosklerose.

Inwieweit kann man über ABI und PWV auf den Gefäßzustand schließen?

Der ABI ist ein relativ zuverlässiger Parameter zur Erkennung einer pAVK. Reproduzierbare ABI-Werte < 0,95 weisen auf eine min. 50%-ige Stenosierung hin, reproduzierbare ABI-Werte > 1,39 auf Mediasklerose.

Bei der PWV ist die theoretische Aussage: Je steifer die Gefäße, um so höher die Pulswellengeschwindigkeit. Liegt jedoch eine (pAVK-bedingte) Stenose vor, sinkt die Pulswellengeschwindigkeit mit dem Grad der Stenosierung.

Eine Besonderheit ergibt sich aus dem Messalgorithmus des VASCASSIST: Ermittelt man die PWV über die Fußpunkte oder Maxima der Pulswellen, so lassen sich diese nicht immer zuverlässig darstellen. Zuverlässiger ist deshalb, die statistisch gemittelten Abstände der Pulswellen zur PWV-Berechnung heranzuziehen. Bei einer ausgeprägten pAVK sind die Pulswellen jedoch zunehmend deformiert, die Abstände der Pulswellen deshalb scheinbar größer und die Pulswellengeschwindigkeit dadurch rechnerisch geringer. Die Abnahme der durch den VASCASSIST ermittelten Pulswellengeschwindigkeit korreliert in diesem Fall mit dem Grad der pAVK.

Eine wichtige Beobachtung, die man in diesem Zusammenhang mit dem VASCASSIST machen kann, insbesondere mit der Auswertung im optionalen Software-Tool VASCVIEWER: Bei noch unauffälligen ABI-Werten, zeigen sich bei Patienten mit beginnender pAVK bereits auffällige baPWV-Absenkungen. Damit ist der VASCASSIST st ein präzises diagnostisches Werkzeug zur Früherkennung der pAVK.

Was sind die Standardwerte für ABI und PWV?

Reproduzierbare ABI-Werte < 0,9 weisen auf eine min. 50%-ige Stenosierung hin, reproduzierbare ABI-Werte > 1,4 auf eine Mediasklerose.

Die Normwerte für die baPWV hängen von Alter, Geschlecht und aktuellem Blutdruckwert ab. Entnehmen Sie die notwendigen Informationen bitte dem Handbuch des VASCASSIST, dort finden Sie Nomogramme. Im VASCVIEWER, der optionalen Auswertungssoftware des VascAssist, finden Sie die Messwerte schon entsprechend den Normwerten aufbereitet.

Unsere Patienten-Liege hat einen festen Neigungswinkel von ca. 45 Grad. Geht das auch?

Leider nein, dies hätte falsch-hohe Knöcheldrücke zur Folge. Der Patient muss vor der Messung unbedingt ca. 10 min. in horizontaler Position gelagert werden. Auch Messungen an sitzenden oder stehenden Probanden liefern fehlerhafte Ergebnisse.

Die ABI-Werte unserer Probe-Messungen sind außergewöhnlich hoch (≥ 1,4). Ist das normal?

Wiederholte ABI-Werte ≥ 1,4 sind auffällig. Hier sind einige Ursachen möglich:

  1. Mediasklerotische Veränderungen des Gefäß-Apparates
  2. Es wurde, z.B. im Rahmen von Geräte-Vorführungen an einem sitzenden oder stehenden Probanden gemessen, hierbei verschieben sich die hydrostatischen Druckverhältnisse, so dass die resultierenden ABI-Werte nicht mehr anhand der anerkannten, diagnostischen Schwellen beurteilt werden können. Auch der sogenannte "Weißkittel-Effekt" sollte weitestgehend abgeklungen sein. Für diagnostische Zwecke empfehlen wir daher grundsätzlich zwei oder drei ABI-Messungen durchzuführen, nach dem der Proband ca. 10 min. in horizontaler Position gelagert wurde
  3. Es wurde falsche Manschettengrößen verwendet (Achten Sie auf die auf den Manschetten aufgedruckten Umfangwerte)

Wo liegt der Mehrwert der baPWV-Messung und woran erkenne ich, ob die ermittelten baPWV-Werte auffällig sind?

Die baPWV-Messung (brachial ankle Pulse Wave Velocity, Arm-Knöchel-Pulswellengeschwindigkeit) kann zusätzliche informative Hinweise bei der pAVK-Diagnostik liefern, speziell z.B. bei Diabetes, Niereninsuffizienz oder Koronarer Herzkrankheit. Hierbei ist zunächst die normalerweise zu erwartende baPWV, abhängig vom Alter und Blutdruck des Patienten zu ermitteln (s. Nomogramme), ggf. mittels externer Software. Gegenüber diesen Erwartungswerten reproduzierbar um mehr als ca. 25 % erhöhte oder verminderte baPWV-Werte können auf arteriosklerotische Veränderungen hindeuten. Auch auffällige baPWV-Seitendifferenzen mit einem reproduzierbaren Seitenverhältnis >= 1,25 sind häufig ebenfalls ein Indiz für arteriosklerotische Veränderungen. Bei der Interpretation von baPWV-Messergebnissen ist zu beachten, dass ein systematischer Unterschied zwischen Pulswellengeschwindigkeiten verschiedener Messstellen besteht. So stehen beispielsweise baPWV (Arm-Knöchel-PWV) und aoPWV (PWV in der Aorta) in einem Verhältnis von durchschnittlich ca. baPWV = 1,2 x aoPWV + 2,5 [m/s] zueinander.

Die baPWV wird häufig mit aortischen Pulswellen-Geschwindigkeiten (z.B. aoPWV, cfPWV, hfPWV) verwechselt. Die baPWV schliesst jedoch auch die Beine, die häufiger von PAVK betroffen sind, in die Messung ein. Auch wenn dies bisher noch nicht im gleichen Maße Eingang in die weltweit anerkannten Standards zur PAVK-Bewertung gefunden hat, wie der ABI, deutet alles daraufhin, dass bei Anwendung dieser Kriterien ähnlich sensitive Diagnosen möglich sind, wie mit der ABI-Messung, in Einzelfällen sogar bereits bevor der ABI auffällig wird. Die baPWV liefert immer wertvolle, zusätzliche Hinweise, vor allem z.B. in Zweifelsfällen, in denen die ABI-Werte in diagnostischen Grenzbereichen liegen.

Eine noch übersichtlichere, grafische Darstellung in Diagramm-Form, auch mehrerer ABI- und baPWV-Messungen, erhalten Sie mit Hilfe der VascViewer-Software. Sowohl bei der Bestimmung des ABI als auch der baPWV empfehlen wir dringend, min. zwei, besser drei Messungen durchzuführen, um Effekte wie den so genannten "Weißkittel-Effekt" oder physiologische Blutdruck-Schwankungen weitestgehend auszuschließen.

Kann das Gerät nicht "merken", wenn ich eine Patienten-ID doppelt vergebe?

Da es grundsätzlich möglich ist, am gleichen Patienten an einem Behandlungs-Tag mehrfach oder auch an mehreren aufeinander folgenden Tagen Messungen durchzuführen, liegt die Verantwortung für die Eingabe der korrekten ID am Gerät beim Anwender. Der VASCASSIST kann nicht "wissen", ob am gleichen Patienten erneut gemessen werden soll oder ob eine Verwechslung bei der Eingabe vorliegt.

Was passiert, wenn ich trotz der eindeutigen Kennzeichung beim Anlegen die Manschetten vertausche?

Oft lässt die Seite des Auftretens auffälliger ABI- oder baPWV-Werte auch Rückschlüsse auf die von arteriosklerotischen Veränderungen betroffenen Gliedmaßen-Seite zu, Rechts-Links-Vertauschungen hätten eine entsprechende Fehlinterpretation zur Folge. Dies würde jedoch im Rahmen der, vor medizinischen Interventionen mandatorischen, bildgebenden Absicherung entdeckt. Ungünstiger würden sich eventuelle Vertauschungen zwischen Arm- und Knöchel-Manschetten auswirken, dies hätte falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse zur Folge. Arm-Knöchel-Vertauschungen fallen jedoch dem geübten Anwender aufgrund der konischen Formgebung der Knöchel-Manschetten schnell auf.

Muss nicht eigentlich eine "offizielle" Einweisung erfolgen?

Eine Einweisungspflicht und Pflicht zur Erst-Funktionsprüfung vor Ort besteht nur für Produkte gem. MPBetreibV Anlage 1, der PAVK-Monitor VascAssist ist hiervon nicht betroffen.

Welche Wartungsmaßnahmen sind erforderlich?

Die erforderlichenen Wartungsmaßnahmen können Sie der Gebrauchsanweisung entnehmen. Detaillierte Hinweise erhalten Sie auf Anfrage auch bei uns. In der Regel handelt es sich um die sogenannten Messtechnischen Kontrollen (MTK) bzw. Sicherheitstechnischen Kontrollen (STK) alle zwei Jahre, sowie nach Reparaturmaßnahmen.

Der Druck welcher Gefäße wird bei der Messung am Knöchel aufgenommen?

Die Knöchel- Manschette erfasst das Gefäß mit dem höheren Druck; dies ist entweder die Arteria tibialis posterior oder die Arteria dorsalis pedis.
Aufgrund des Messprinzips lassen sich hier nicht die Drücke beider Gefäße getrennt darstellen.

Wie soll die Knöchelmanschette positioniert werden?

Die Knöchelmanschette sollte möglichst distal oberhalb des Knöchels angebracht werden, wobei die Markierung für die Arterie über der Arteria tibialis posterior zu positionieren ist. Im Prinzip ist dies wegen des oszillometrischen Messprinzips nicht nötig, erhöht aber unter Umständen die Reproduzierbarkeit der Messergebnisse durch standardisierte Bedingungen.

Fußmanschette
Warum sollte beim Screening zur Früherkennung der pAVK die herkömmliche Dopplerbestimmung des ABI durch die Messung mit dem VASCASSIST ersetzt werden?

Beide Messverfahren eigenen sich gleichermaßen zur Bestimmung des ABI. Durch den VASCASSIST ergeben sich jedoch einige Vorteile:

  • Die Bestimmung des Knöcheldruckes mit dem Doppler setzt viel Erfahrung des Anwenders voraus. Die Ergebnisse können dabei subjektiv geprägt sein. Ein Messgerät wie der VASCASSIST liefert hingegen eine standardisierte Messmethode mit guter Reproduzierbarkeit.
  • Ein vollautomatisches Messgerät hilft wertvolle Zeit zu sparen, da die eigentliche Messung selbständig durchgeführt werden kann. Die Bedienung und Anwendung des VASCASSIST kann dadurch sehr leicht an Assistenzpersonal delegiert werden.
  • Der VASCASSIST bestimmt den ABI gleich für beide Körperhälften in einem Messvorgang. Sie haben also eine weitere Zeitersparnis.
  • Der VASCASSIST erfasst über seine oszillometrische Messmethode alle Arterien des Beines gleichermaßen, während bei der Druckbestimmung mit dem Hand-Doppler nur einzelne Gefäße erfasst werden. Auf diese Weise kann bei der Doppler-Methode ein falsches Bild der Stenosierungs-Situation entstehen. Für eine unspezifische Beurteilung des gesamten Gefäßstatus im Sinne eines Screenings eignet sich deshalb der VascAssist besser.
  • Mit dem VASCASSIST steht Ihnen ein weiterer Parameter zur Differenzierung der diagnostischen Aussage gleich mit zur Verfügung: die Pulswellengeschwindigkeit.
  • Die Aufzeichnung, Speicherung und Weiterverarbeitung der Messergebnisse zusammen mit den Pulsdruckkurven führt zu einer Verbesserung im Sinne der Qualitätssicherung. Übertragungsfehler durch manuelle, handschriftliche Messwertdokumentation werden dabei verhindert.

Wenn ich das Messergebnis des ABI zwischen VASCASSIST und meiner manuellen Doppler-Messung vergleiche, kann ich einen Unterschied erkennen. Woran liegt das?

Es handelt sich um unterschiedliche Messverfahren, die im Prinzip den gleichen Wert liefern sollten. Trotzdem gibt es Gründe für Differenzen:

  • Bei der Dopplermessung wird der Druck in einer einzelnen Arterie bestimmt, bei der oszillometrischen Messmethode des VASCASSIST bezieht sich der ermittelte Blutdruck auf die Gesamtheit der Arterien der Extremität. Unter Umständen kann das einen Einfluss auf das Messergebnis haben.
  • Physiologische Schwankungen der Messwertes bei zeitlich aufeinander folgenden Messungen. Auch reine Blutdruckmessungen, mehrfach hintereinander durchgeführt, bringen nicht exakt gleiche Werte.
  • Kleine Messfehler in beiden Verfahren können im ungünstigen Fall zu offensichtlichen Differenzen führen.